„Wenn der Mensch den Menschen braucht“ steht auf dem Banner unseres Hospizvereins

Gemeint ist damit die letzte Phase in unserem Leben, die Zeit, in der unser Leben seinem Ende entgegen geht. Wir wissen nicht, wann diese Zeit gekommen ist; das kann früh im Leben eines Menschen sein, das kann in den besten Jahren eintreten oder am Ende eines langen Lebens. Aber wir alle wünschen uns dann ein friedvolles, gnädiges, humanes Sterben.

Palliativmedizin und Hospizbewegung

Schwere und schwerste, nicht mehr therapierbare Krankheit, die letztlich auch zum Tode führt, ist oft verbunden mit körperlichen Symptomen wie Luftnot, Schmerzen, Appetitlosigkeit, Schwäche, Schlaflosigkeit aber auch mit Symptomen wie Angst, Verzweiflung, Einsamkeit. Palliativmedizin und Hospizbewegung nehmen sich in dieser Situation des Mitmenschen an, - „Wenn der Mensch den Menschen braucht“

Symptom- und Schmerzbehandlung

Eine gute Symptom- und Schmerzbehandlung lindert auch Angstgefühle. Aber das wirksame Medikament allein ist es nicht, was dem Menschen sein Sterben erleichtert. Auch im Sterben sehnt sich der Mensch nach Geborgenheit, nach Angehörigen oder Mitmenschen. Nicht immer sind die familiären Bedingungen gegeben, die diesen letzten Wunsch erfüllen können - oder die Familie ist mit der Sorge um den Schwerstkranken und Sterbenden am Ende der eigenen Kräfte angekommen. Dann ist man dankbar für Hilfsangebote.

Hospiz möchte da sein, um Mitmenschen helfen zu können, da sein, um Angst und Einsamkeit zu lindern, eine suchende Hand festhalten. Oft sind nicht Rat und Reden gefragt, sondern Zuhören und Begleiten. Angehörige bedürfen in dieser Situation ebenso oft einer Begleitung, eines Gesprächs. Auch das wollen wir leisten, wenn es in unseren Möglichkeiten liegt.

Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter/Innen sind für diese Aufgaben ausgebildet und möchten im Sinne der Hospizbewegung ihre Hilfe anbieten. Wenn Sie den Wunsch haben, einen Mitmenschen bei sich zu haben, dann dürfen Sie sich vertrauensvoll an uns wenden. Scheuen Sie sich nicht, beizeiten anzufragen.

Dr. Max Freyland